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Anpassung von DMI-Informationen

Neu bei Securepoint: 03.2026

notemptyDieser Artikel bezieht sich auf eine Beta-Version


Problembeschreibung

Bei Geräten, die ab dem 02.03.2026 von Aaeon geliefert wurden, ist bei der Produktion ein Fehler unterlaufen.

Dieser äußert sich so, dass die

  • RC350 G6
  • RC400 G6
  • RC1000G6
  • RC2000 G6
von der aktuellen UTM Software nicht korrekt erkannt werden.

Das führt zu einer falschen Benennung der Interfaces (LANx statt Ax/ Bx /Cx ) und auch zu einer falschen Anordnung der Schnittstellen an sich.

Grund ist, dass im DMI (Desktop Management Interface) des UEFI/ BIOS ein falscher Produktname hinterlegt wurde.


Erkennung

Das Problem kann man daran erkennen, dass die betreffende Maschine "LAN"-Schnittstellenbezeichnungen aufweist.

Sie gibt in der CLI auf die Anfrage system interface info als Gerätenamen RC350 G6 zurück.

Bei diesen Geräten ist FWS-7850 korrekt.


Problemlösung

Das Problem lässt sich mit Hilfe eines Programms beheben, das die DMI-Informationen anpassen kann.

Was benötigt wird

  • Falls die UTM bereits konfiguriert wurde, alle Konfigurationen herunterladen (beim Cluster bitte von Master und Backup!)
  • Die Lizenzdatei(en) für die UTM
  • Das aktuellste UTM Image wird benötigt: "Interaktiv" oder "Autoinstallation"
  • Das Image für den DMI-Editor wird benötigt
  • USB-Stick (Der Stick wird komplett überschrieben/ Bitte Daten sichern!)
  • Securepoint Imaging Tool
  • Monitor (HDMI)
  • Tastatur (USB)
  • Das/ Die betroffene(n) Gerät(e)

Schritt für Schritt Anleitung













  • Schritt 1: DMI-Editor Image auf USB-Stick schreiben
  • Schritt 2: USB Stick sauber auswerfen
  • Schritt 3: UTM verbinden und starten
  • Schritt 4: Bei RAID-Controllern: Korrekten Laufwerksbuchstaben identifizieren
  • Schritt 5: Zum korrekten Laufwerk wechseln
  • Schritt 6: Den Wert des Produktnamens auslesen
  • Schritt 7: Den Wert des Produktnamens korrigieren
  • Schritt 8: Den Wert des Produktnamens überprüfen
Abb.1
Schritt 1:

Zunächst wird das "DMI-Editor"-Image auf einen USB-Stick geschrieben. Dafür wird das Securepoint Imaging Tool gestartet.

Bei Ziel-Medium wird der betreffende USB Stick ausgewählt und bei Quelldatei das vorher entpackte DMI_Edit-Image. Sobald geschehen, Starten drücken.

Bitte beachten: Der Schreibvorgang dauert einen Moment!

Abb.2
Schritt 1.2: Der Schreibvorgang läuft
Abb.3
Schritt 1.3: Der Schreibvorgang ist abgeschlossen.
Abb.4
Schritt 2: USB Stick sauber auswerfen
Abb.5

Schritt 3: Wenn der USB-Stick vorbereitet ist, kann er in die betreffende UTM eingesteckt werden. Danach verbindet man die UTM mit dem Monitor per HDMI-Kabel sowie mit der USB-Tastatur.

Nach Einstecken der Stromversorgung startet das Gerät direkt automatisch.

Falls nicht muss sie mit dem Power-Taster an der Rückseite gestartet werden. Sobald der Bootvorgang abgeschlossen ist, sollte die UTM nun in einer EFI-Shell sein.

Abb.6

Schritt 4: Wie im Bild gut zu erkennen ist, sind zwei Laufwerke eingebunden worden: FS0 und FS1

Einige der Geräte dieser Bauart weisen jedoch einen RAID-Controller auf. Daher muss man manuell herausfinden, welcher Laufwerksbuchstabe korrekt ist.

Das erkennt man durch /USB im Gerätepfad. In diesem Fall kann es also nur fs0 sein. Es ist darauf zu achten, dass hier die Amerikanische Tastatur gilt.

( "SHIFT" + "ö" = ":")

Abb.7
Schritt 5: Nun zum korrekten Laufwerk wechseln. In diesem Fall fs0.
Abb.8

Schritt 6: Nun befindet man sich im Stammverzeichnis des USB Stick. Zum Lösen des Problems gibt es nur zwei Befehle: read und write

Mit read liest man den aktuellen Wert des Produktnamen aus. Im Fehlerfall - so wie im obigen Screenshot Abb.8 - wird folgendes ausgegeben: RC350 G6.

Korrekt wäre FWS-7850.

Abb.9

Schritt 7: Nun den Wert des Produktnamens korrigieren. Behoben wird der Fehler mit write.

Es wird ein erfolgreiches Schreiben des Wertes bestätigt.

Abb.10

Schritt 8: Nun erneut mit read überprüfen.

Nun wird FWS-7850 ausgelesen. Das ist korrekt. Der USB-Stick kann sauber ausgeworfen werden.


Neuinstallation

Nun den USB-Stick mit dem Securepoint-Imaging Tool, wie oben beschrieben, mit dem Securepoint UTM-Image überschreiben. Den USB-Stick einstecken und die Installation wie gewohnt durchführen.

notemptyWichtig: Wenn das "Interaktive" USB-Image verwendet wird, dann muss die vorherige Installation mit "Overwrite" komplett überschrieben werden (siehe nachfolgende Bilder).

Falls das Autoinstallations-Image verwendet wird, dann erfolgt die Installation automatisch.

Eine genaue Anleitung zur Neuinstallation der UTM und Importierung der Konfiguration findet man hier.

Ist die Installation erfolgreich verlaufen, wird der USB-Stick abgezogen und die UTM kann neu gestartet werden.













Wenn die UTM neugestartet ist, wie gewohnt auf das Webinterface verbinden. Die UTM befindet sich in den Werkseinstellungen.


Import der Konfiguration/Clusterbetrieb

Reguläre UTM ohne Cluster-Lizenz

Handelt es sich um eine reguläre UTM ohne Cluster-Lizenz, ist beim Import der Konfiguration so vorzugehen:

  • Lizenz einspielen
  • Grundlegende Informationen, wie von der UTM nach Login angefordert, vervollständigen
  • Werkskonfiguration anlegen und diese als Startkonfiguration festlegen
  • Die Startkonfiguration einmal speichern
  • Die nun entstandene Konfiguration "NONAME" löschen
  • Vom Webinterface abmelden
  • Am Webinterface anmelden
  • Falls weitere Informationen angefragt werden, diese vervollständigen
  • Bei der Anfrage zu den erkannten Schnittstellen: Mit "Ja" bestätigen
  • In der Konfigurationsverwaltung speichern
  • Firewall neu starten
  • Wieder im Webinterface anmelden
  • Konfigurationsbackup in der Konfigurationsverwaltung importieren
  • Diese Konfiguration als "Aktuelle Konfiguration" laden
  • Interface-Zuordnung kontrollieren/anpassen und danach bestätigen
  • In der Netzwerkkonfiguration prüfen, ob die Schnittstellen-Zuordnungen korrekt sind
  • Wenn korrekt, diese Konfiguration in der Konfigurationsverwaltung als Startkonfiguration setzen
  • Nun die Konfiguration über die Netzwerkkonfiguration speichern
    • Die Einstellungen für die Interfaces werden nun angewendet
  • Die UTM sollte nun über die in der Konfiguration vorgegebenen IP-Adresse erreichbar sein
  • Firewall neu starten
  • Gegebenenfalls AD-Anbindung prüfen
  • Cloudbackup-Kennwort setzen, sofern ursprünglich vorhanden
Clustermaschine

Handelt es sich um eine Clustermaschine, ist das Vorgehen des Imports der jeweiligen Konfiguration identisch zu der regulären Maschine.

Es gibt aber einige Dinge zu beachten:

  • Der SSH.key in der Cluster-Konfiguration wird nicht in der UTM-Konfiguration gespeichert. Diese müssen nach Import der Konfiguration neu erzeugt und auf der gegenüber liegenden UTM hinterlegt werden
  • Die AD-Anbindung muss kontrolliert/ neu angemeldet werden
  • Cloudbackup-Kennwort setzen (Falls ursprünglich vorhanden)
Im Betrieb befindlicher Cluster

Mögliches Szenario bei einem im Betrieb befindlichen Cluster:

  • Um die Ausfallzeit möglichst kurz zu halten, zuerst die Backup-Maschine der Anleitung entsprechend instand setzen
  • Ist die Konfiguration, wie oben beschrieben, importiert und der SSH-Key generiert/ Cluster aktiv, kann die Master herunter gefahren werden, um an dieser die Prozedur durchzuführen
  • Ist die Master heruntergefahren, kann die Backup-UTM in Betrieb genommen werden
  • Ist die Master ebenfalls wieder einsatzbereit, auf beiden Maschinen die SSH-Keys (Clusterverwaltung) neu anlegen und entsprechend auf die andere Maschine übertragen
  • Nach einer Sichtprüfung der Konfiguration beider Maschinen, von der Master zur Backup synchronisieren
notemptyEin Ausfall der Internetverbindung lässt sich leider nicht vermeiden!