Neu bei Securepoint: 10.2026
Client Konfiguration einrichten
In den folgenden Tabellen sind die empfohlenen Einstellungen aufgelistet. Eine Erklärung aller Einstellungen ist hier zu finden
Verhalten
| Beschriftung | Empfohlener Wert | Beschreibung |
|---|---|---|
| Standard Nachrichten | Z.B.: "Dieses Programm wurde nicht als vertrauenswürdig eingestuft und kann daher nicht gestartet werden. Wenden Sie sich an die EDV Abteilung, falls Sie das Programm beruflich benötigen." | Es können für einzelne IP-Adressen, IP-Netze und AD-Gruppen Benachrichtigungen definiert werden, die angezeigt werden, wenn eine Anwendung blockiert wird.
Zudem kann auch die Aktion ausgewählt werden:
Auch der Text der Warnung, die dann angezeigt wird, kann individuell angepasst werden |
| USB Allowlisting | Nach Wahl | Legt fest, ob USB-Geräte gar nicht, anhand der Seriennummer oder anhand der Geräte-ID überprüft werden sollen |
| Deaktivierungspasswort | Sollte aus Sicherheitsaspekten gesetzt werden | Passwort, mit dem ein einzelner Agent vorübergehend deaktiviert werden kann |
| Deaktivierungsmeldung | An |
Zeigt in regelmäßigen Abständen (alle 15 Minuten) eine Meldung auf dem Client-Gerät an, falls der Agent deaktiviert ist |
| DLLs Überprüfen | RunDLL prüfen | Es werden nur RunDLLs überprüft |
| RAM-Anomalie überprüfen | bei Erkennung Prozess beenden | Prüft den RAM auf Anomalien (typisch für file-less Malware) und beendet die dazugehörigen Prozesse, wenn sie auftreten |
| Signaturprüfung | An |
Anwendungen werden auf gültige Signaturen geprüft. Enthalten sie eine gültige Signatur eines hier aufgelisteten Herstellers, können die Anwendungen automatisch der Allowlist hinzugefügt werden |
| Microsoft Programme | Nach Wahl | Legt fest, ob Microsoft Programme verfügbar sein sollen, auch wenn der Agent offline ist |
| Java überprüfen | An |
Überprüft Java-Anwendungen |
| Agent Symbol verbergen | Aus |
Das Agent Symbol wird auf dem Client angezeigt |
| Offline Modus | Keine Passwort Überprüfung. Alles wird erlaubt für die ersten 4 Wochen nach Installation, danach ändern | Der Offline-Modus kann ohne Passwort eingeschaltet werden |
| Performance Cache | 900s | Legt fest, wie lange der Agent einen bereits vom Server erlaubten Hash im RAM-Cache halten soll |
| Skript Allowlisting | An |
Alle Skripte werden gehasht und überprüft |
| Blockiert gefährliche PS-Befehle | An |
Befehle, die außerhalb von Skripten in PowerShell ausgeführt werden werden nach potenziell gefährlichem Code durchsucht und bei Erkennung blockiert |
| Blockiert die Ausführung der PS-Befehlszeile | An |
powershell.exe wird blockiert, wenn Code per Befehlszeile ausgeführt werden soll (mit -Command oder -EncodedCommand) |
Sprache | ||
| Sprache | Nach Wahl | Legt die Sprache für alle Agents fest |
Installation | ||
| Installations Abbruch | An |
Die Installation des Agents für Application Control wird abgebrochen, wenn während der Installation des Agents eine verweigerte Anwendung gefunden wird |
Musterrechner Import
Aufsetzen von Musterrechnern
- Für jedes notwendige Betriebssystem, das verwendet und gesichert werden soll, sollte ein Musterrechner aufgesetzt werden.
- Auf diesem sollen nur garantiert vertrauenswürdige Datenquellen installiert werden.
- Je mehr sichere Software bereits auf den Musterrechnern installiert wird, desto weniger Arbeit entsteht im späteren Betrieb.
Import von Software in den AdminWizard
- Der einfachste Weg, um vertrauenswürdige Hashes von einem Musterrechner zu importieren, ist, den AdminWizard auf dem Musterrechner zu installieren und alle Dateien aus „C:\“ zu importieren.
- Hierzu im Reiter im Abschnitt Importieren dieses Rechners als Musterrechner die Schaltfläche auswählen
RCM konfigurieren
Agent-Verteilung einrichten
Im Reiter oben RCM Status auswählen. Der AdminWizard startet dann die Einrichtung der Softwareverteilung. Voraussetzungen:
- die RSAT Tools müssen installiert und aktiviert sein
- Bis Windows 10 1809 als Installationspaket
- Ab Windows 10 1809 über die Aktivierung der Windows Features
- Anmeldung mit einenm Domänen-Admin Account
- ein UNC Pfad auf einem File-Server im Active Directory, auf dem der RCM-Assistent die Agent Installationsdateien abgelegen kann
Folgende Freigabeeinstellungen müssen für den RCM Freigabepfad eingestellt sein:
| Benutzer | Zugriff |
|---|---|
| Admin | Vollzugriff |
| Jeder | Lesen / Ändern |

Auswahl der Computer

Auswahl der Clients, auf denen der Agent installiert werden soll
- Die Aktion (ignorieren / installieren) kann über das Dropdown Menü ausgewählt werden
- Wurden mehrere Geräte ausgewählt wird die Aktion mit der rechten Maustaste ausgewählt
- Über das Suchfeld lässt sich die Anzeige eingrenzen
- Mit der Umschalt-Taste können ganze Bereiche markiert werden
- Mit der Taste Strg können mehrere Geräte einzeln ausgewählt werden
- Nach einem Reboot der Clients erhalten diese über die Gruppenrichtlinie den Agent
Application Control Appliance Reboot
Im Reiter die Option Neustarten auswählen, um die sofortige Erstellung der für Agent-Installationen benötigten offline-Datenbank zu bewirken
Signaturherausgeber hinzufügen
Unbekannte Software kann automatisch zur Allowlist hinzugefügt werden, wenn jene elektronisch signiert ist (Authenticode). Dazu kann der Administrator Signaturen von Herstellern, deren Software automatisch vertraut werden soll, per Drag'nDrop einer signierten Datei im AdminWizard hinzufügen. (Checkbox "Signatur-Hersteller hinzufügen")
Automatismen hinzufügen
- Verschiedene Aufgaben können automatisiert durchgeführt werden.
- Zur Einrichtung muss der AdminWizard mit Administrator-Berechtigungen gestartet werden.
Datensicherung
Das Erstellen einer Datensicherung und das Wiederherstellen mit der Option, alle Daten in der Datenbank mit den Daten aus der Datensicherung zu ersetzen, setzt die Informationen über die verwendeten Lizenzen zurück.
Allowlist bereinigen
Keine Datenbank kann endlos Daten hinzufügen, daher ist eine automatische Bereinigung der Datenbank um unbenutzte Hashes (empfohlen: 180 Tage) empfehlenswert
Active Directory Replikation
Die Informationen über Benutzer, Gruppen und Computer werden aus dem Active Directory repliziert
WSUS Import
Vom Importieren von WSUS Updates wird seit Windows 10 Version 1809 abgeraten. WSUS Updates sind über den TLDB Service verfügbar.
Import aus Verzeichnissen
- Der Import von Dateien aus Verzeichnissen kann automatisiert werden.
- Durch Anlegen einer Datei dateiname.importignore kann eine einzelne Datei vom Import ausgenommen werden.
- Durch Anlegen einer Datei .SecuLutionImportIgnore.txt in einem Unterverzeichnis des zu importierenden Verzeichnisses kann das gesamte Unterverzeichnis vom Import ausgenommen werden.
Maximales Dateialter (Monat):
- Die Einstellung "Maximales Dateialter (Monate)" definiert den Zeitraum, für den der AdminWizard Dateien untersucht. Ein Wert von "0" (oder leer) bedeutet, dass täglich alle Dateien importiert werden, unabhängig von ihrem Alter. Bei einem Wert von "3" werden einmalig alle Dateien importiert, die innerhalb der letzten 3 Monate in diesem Verzeichnis abgelegt wurden und zusätzlich ab jetzt täglich alle Dateien, die seit der letzten Ausführung der Automatisierung neu sind.
Agent-Verteilung initialisieren
Agent Verteilung initialisieren und abwarten (z.B. 2 Wochen; der initiale Lernmodus ist noch an; die Allowlist wird alle noch unbekannten Hashes lernen)
Lernmodus abschalten
Lernmodus abschalten und die gelernten Hashes gegen die TrustLevel-Datenbank prüfen.
Hashes prüfen
- TrustLevel 0: Es liegen Indikatoren für eine potenzielle Schadhaftigkeit der Software vor
- TrustLevel 1-2: Es liegen Indikatoren für eine Uneignung im geschäftlichen Umfeld vor
- TrustLevel 3: Die Software ist entweder unbekannt, völlig neu oder es liegen gleich viele positive und negative Indikatoren vor
- TrustLevel 4-10: Es liegen Indikatoren für eine erwünschte und vertrauenswürdige Software vor. Je höher der Wert, desto stärker sind die Indikatoren






