Das automatische- oder benutzerdefinierte Bandbreiten-Management kann unter Netzwerk QoS bearbeitet werden.
Es kann immer nur ein Modus zur Zeit verwendet werden. Je nach Anwendung ergibt es Sinn, einen der beiden Modi auszuwählen.
Modus: Automatisch
Modus: AutomatischBenutzerdefiniert
Im Modus "Automatischen" werden die Priorisierungsinformationen der Datenpakete ausgewertet. Außerdem kann in diesem Modus ein Bandbreiten-Managment erfolgen, in dem die maximal aus- oder eingehende Bandbreite eingestellt werden kann.
Der Hinweis Empfohlen liegt auf der Schnittstelle, auf der sich die Zone external befindet. Mit einem Klick auf Bearbeiten kann die Schnittstelle bearbeitet werden.
Beschriftung
Wert
Beschreibung
QoS für Netzwerkschnittstelle bearbeiten UTMbenutzer@firewall.name.fqdn Netzwerk QoS
Automatisch
Name:
LAN1
Name der Schnittstelle
Modus:
Automatisch
Der zuvor ausgewählte Modus
Downstream:
mbit/s
Bandbreite zum Downloaden festlegen
notempty
Bewährt hat sich die Limitierung des Gesamt Traffics auf 95% der Leitungskapazität. Dadurch bleiben die Queues (Warteschlangen) beim Provider und dem lokalen Modem frei.
Upstream:
mbit/s
Bandbreite zum Uploaden festlegen
Maximale Hostanzahl:
Maximale Anzahl der Hosts, auf die die vorhandene Bandbreite aufgeteilt werden soll.
Es ist in jedem Fall darauf zu achten, dass die Anzahl der Hosts auch der tatsächlichen Anzahl entspricht. Im Zweifel sollten mehr Hosts angegeben werden, als tatsächlich vorhanden.
Speichern und schließen
Speichert die Einstellungen und schließt den Dialog
Wenn die Einstellungen gespeichert wurden, werden die Datenpakete nun anhand der ToS (Type of Service) bzw. DSCP (Differentiated Services Code Point) Informationen automatisch eingeteilt. Die Priorität der einzelnen Datenpakete wird also durch die Anwendungen bestimmt.
Der Traffic wird dabei in drei Queues aufgeteilt:
High Priority
Normal Priority
Low Priority
Die Queues (Warteschlangen) werden dann mit unterschiedlicher Priorität abgearbeitet.
Die Aufteilung erfolgt dabei anhand folgender Kriterien:
Priorität:
ToS-Feld:
High (Minimale Verzögerung)
0xb8, 0x10
Low (Maximaler Datendurchsatz)
0x08
Normal
Alles andere
Modus: Benutzerdefiniert
Modus: Automatisch Benutzerdefiniert
Im Modus "Benutzerdefiniert" kann mit Hilfe von Parent- und Child-Profilen die Bandbreite gemanagt werden. Außerdem ist es möglich, die Bandbreite in den Portfilterregeln für bestimmte Dienste zu begrenzen. Wichtig ist, dass es sich um die tatsächliche Bandbreite handeln und nicht um die vom Provider genannten Daten mit dem Zusatz "bis zu". Da die tatsächlich verfügbare Bandbreite abhängig von der Tageszeit starken Schwankungen unterliegen kann, müssen hier die Werte eingetragen werden, die der Provider als minimal verfügbare Bandbreite angibt.
Profil
Profil
An dieser Stelle ist es wichtig, sich bewusst zu sein, von wo nach wo der Datenload stattfindet. Die Queue für die Bandbreitenbegrenzung wird immer an die Schnittstelle angebunden, auf der der Host steht, der die Daten empfangen soll. Die Queue wird im Parent-Profil definiert.
Profile können unter Netzwerk QoS Bereich Profile Schaltfläche QoS Profil hinzufügen angelegt werden:
Zuerst muss das Parent-Profil angelegt werden.
Mit wird das Profil angelegt und der Dialog geschlossen.
Nun werden beide Profile in der Profilübersicht verbunden angezeigt.
Im Parent-Profil wird die Gesamtbandbreite definiert und im Child-Profil die Bandbreite, die für die später angelegte Regel zur Verfügung stehen soll.
QoS UTMbenutzer@firewall.name.fqdn Netzwerk
Profilübersicht
Dann kann in den Reiter Netzwerkschnittstellen gewechselt werden.
Hier kann die gewünschte Netzwerkschnittstelle für das Parent-Profil ausgesucht und mit Klick auf bearbeitet werden.
Mit Speichern wird das Parent-Profil zugeordnet.
QoS für Netzwerkschnittstelle bearbeiten UTMbenutzer@firewall.name.fqdn Netzwerk QoS
Netzwerkschnittstelle auswählen
Wenn alle Einstellungen erfolgreich waren, dann steht nun in der Übersicht hinter der zugeordneten Netzwerkschnittstelle "Upload-Parent".
Mit Speichern ist das Parent-Child-Profil nun final angelegt und eingestellt.
QoS UTMbenutzer@firewall.name.fqdn Netzwerk
Netzwerkschnittstellen Übersicht
Upload oder Download regulieren
Wenn der Upload oder Download reguliert werden soll, werden ein Parent- und ein Child-Profil benötigt:
Bei einem Parent-Child-Profil für den Upload muss, wie oben bereits erklärt, angelegt werden.
Bei einem Parent-Child-Profil, welches sich auf den Download bezieht, muss die vom Provider zugesicherte Download Bandbreite eingetragen werden.
Im Child-Profil, welches den Download reguliert, muss bei Min: und Max: jeweils identische Werte eingetragen werden.
notempty
Es ist nicht möglich im manuellen Modus Upload und Download gleichzeitig zu regulieren.
QoS UTMbenutzer@firewall.name.fqdn Netzwerk
Profile für Up- und Download
Paketfilterregeln
Abschließend muss unter Firewall Paketfilter Schaltfläche Regel hinzufügen geklickt werden, um eine passende Paketfilterregel anzulegen. Es wird eine Paketfilterregel benötigt, welche bei QOS immer als Quelle "internal-network" und als Ziel "internet" hat.
Allgemein
Regel hinzufügen UTMbenutzer@firewall.name.fqdn Firewall Paketfilter
Paketfilterregel für Upload-Child
Quelle:
internal-network
Quelle der Datenpakete wählen
Ziel:
internet
Ziel der Datenpakete wählen
Dienst:
voip
Gewünschten Dienst wählen
Aktion:
QoS
Ermöglicht ein "Quality of Service" Profil anzugeben, dass die Bandbreite für Datenpakete, auf die diese Regel zutrifft, limitiert.
Extras
QoS:
Upload-Child
Das zuvor angelegte Profil wählen
Speichern und schließen
Speichert die Einstellungen und schließt den Dialog
Regeln aktualisieren, damit die Regeln übernommen werden.
Die Paketfilterregln für den Download und Upload, falls vorhanden, sehen dann wie folgt aus:
#
Quelle
Ziel
Dienst
QoS
Aktion
Aktiv
internal-network
internet
voip
Download-Child
QoS
Ein
internal-network
internet
voip
Upload-Child
QoS
Ein
Bei diesen Regeln handelt es sich nur um zusätzliche Regeln für das Bandbreiten-Management. Es müssen in jedem Fall weitere Paketfilteregeln angelegt werden oder vorhanden sein, die den Datenverkehr zwischen Quelle und Ziel mit den benötigten Ports zulassen.