Neu bei Securepoint: 10.2026
Begriffe
Application Control Appliance
Application Control Appliance steht für die VM mit der Server Datenbank, die die Allowlist enthält
Agent/Client
Agent steht für die Agent Software, die auf jedem Gerät laufen wird, das geschützt werden soll. Es können so viele Agenten installiert werden, wie Lizenzen erworben wurden. Die Agents verbinden sich mit der Application Control Appliance und damit sind sie auch Clients
AdminWizard
Der AdminWizard ist die Management GUI Software für die Administratoren zum Verwalten der gesamten Application Control
Geräte
Die Application Control kann alle USB-Geräte anhand ihrer Hersteller- und Produkt-ID (VIDPID) erkennen und verwalten. Das kann in der Clientkonfiguration im AdminWizard eingestellt werden. Ein unbekanntes Gerät wird nicht zugelassen, egal welcher Geräteklasse es entspricht. Dies gilt also z.B. auch für Tastaturen. Ist die Unterscheidung der Geräte nach Seriennummer konfiguriert, so gilt dies nur für USB-Massenspeichergeräte. Nicht-Massenspeichergeräte werden trotz der Einstellung “Unterscheidung nach Seriennummer” nur über die VIDPID verwaltet. USB-Geräte werden in der TLDB nicht verwaltet, daher muss zur Vermeidung von gesperrten USB-Tastaturen und USB-Mäusen bei eingeschalteter USB-Geräteprüfung eine Agent-Installation im Lernmodus erfolgen.
Active Directory Objekte
Regeln können sich auf Active Directory (AD) Objekte beziehen. Um diese aus dem AD zu replizieren, klicken Sie auf Menü Extras / Active Directory Objekte aktualisieren. Ihr Active Directory (AD) enthält Informationen über Sicherheitsgruppen, Computer und Benutzer, die von der Application Control als Referenzobjekte für individuelle Richtlinien verwendet werden können. Nach Abschluss der Replikation können Aktionen, die sich auf Hashes beziehen, nun nicht nur auf IP-Adressen, sondern auch auf AD-Objekte vom Typ Benutzer, Computer oder Gruppe bezogen werden. Die AD-Objekte werden in der Allowlist gespeichert. Dieser Vorgang kann automatisch über den Automatismus durchgeführt werden.
Klassifizierungen
Zur besseren Verwaltung können Hashes mit einer Klassifizierung versehen werden. Dabei handelt es sich um einen Freitext, der keinen Einfluss darauf hat, ob ein Hash zugelassen oder abgelehnt wird, sondern nur zur besseren Strukturierung und Übersichtlichkeit für den Administrator zur Verfügung steht. Das Semikolon im Freitext definiert eine Trennung der Ebenen.
Der Hash mit der Klassifizierung Tools;Google;Chrome;73.0.3683.75 wird später unter Root> Klasse> Tools> Google> Chrome> 73.0.3683.75 zu finden sein
Signaturen
Die Application Control kann unbekannte Software automatisch zur Allowlist hinzufügen, wenn diese elektronisch signiert ist (Authenticode). Dazu kann der Administrator Signaturen von Herstellern, deren Software er automatisch vertrauen möchte, per Drag’nDrop einer signierten Datei im AdminWizard hinzufügen. (Checkbox “Signatur-Hersteller hinzufügen”)
TrustLevel Datenbank Service (TLDB)
Wir betreiben einen redundanten Cluster einer Cloud-basierten Datenbank mit Hashes vertrauenswürdiger Software in deutschen Rechenzentren. Wie vertrauenswürdig ein Hash ist, wird mit sogenannten TrustLevels bewertet. Die TrustLevel-Datenbank wird ausschließlich von unseren Mitarbeitern gepflegt und liefert bei über 99% der Anfragen einen guten TrustLevel. Unter dem Reiter “Lernquellen” kann ein minimaler TrustLevel-Schwellenwert festgelegt werden. Ist ein Hash in der lokalen Allowlist nicht bekannt, wird er in der TrustLevel-Datenbank abgefragt. Ist der TrustLevel des Hashes in der TrustLevel Datenbank mindestens so hoch wie der eingestellte Schwellenwert, wird der Hash automatisch der Allowlist als erlaubt hinzugefügt. Auf diese Weise lernt das Application Control System automatisch vertrauenswürdige Software, ohne dass ein Administrator manuell eingreifen muss.
TrustLevel in der lokalen Allowlist
In der lokalen Allowlist ist der TrustLevel eine Metainformation, die an einen Hash angehängt werden kann. Der TrustLevel hat keinen Einfluss auf die Zulässigkeit einer Software.
TrustLevel in der TrustLevel-Datenbank (TLDB)
Die im TrustLevel Datenbank Service verwendeten TrustLevel werden wie folgt vergeben:
| TrustLevel | Erklärung |
|---|---|
| 0 | Es liegen Indikatoren vor, die auf eine potenzielle Schadhaftigkeit dieser Software hinweisen. |
| 1-2 | Es liegen Indikatoren vor, die darauf hinweisen, dass diese Software im geschäftlichen Umfeld ungeeignet ist (z. B. Signatur revoked). |
| 3 | Die Software ist entweder unbekannt, völlig neu oder es liegen ebenso viele Indikatoren für eine positive wie eine negative Einstufung der Software vor |
| 4-10 | Es liegen Indikatoren vor, die auf eine erwünschte und vertrauenswürdige Software hinweisen. Je höher der Wert, umso stärker sind die Indikatoren |


