IDS / IPS - FailToBan-Funktion

Aus Securepoint Wiki
Wechseln zu:Navigation, Suche

Fail2Ban

Beschreibung der Intrusion Detection und Intrusion Prevention Funktionen

Bemerkung:
  • Neu Neu in 11.8 : Fehlgeschlagene Authentifizierungsversuche auf die Webschnittstellen und den SSH Dienst können für gewisse Zeit blockiert werden. Mit der Überwachung und der temporären Sperrung der Zugänge werden Angriffe aus dem Internet oder einem Netzwerk erkannt und deutlich erschwert.


Vorherige Versionen: 11.7


Einleitung

IDS (Intrusion Detection System) und IPS (Intrusion Prevention System) können Angriffe aus dem Internet oder einem Netzwerk erkennen und verhindern.
Diese Funktionen sind hilfreich, um das Fluten des Servers mit bösartigen Verbindungsversuchen zu stoppen.

Überwachung der Firewall

Aktivierung der Überwachung

Die Aktivierung / Deaktivierung der Überwachung erfolgt im Menü → Firewall →Implizite Regeln in der Gruppe 'BlockChain'.

Ein
BlockChain
Es lässt sich die Überwachung für diese Zugänge abschalten:
Vorgabe Regel Beschreibung
Ein FailToBan_ssh Zugriff per ssh
Ein FailToBan_http_admin Zugriff über das Admin Interface
Ein FailToBan_http_user Zugriff über das User Interface



Sperrungen

Die Zugänge zur Firewall können nach einer bestimmten Anzahl fehlerhafter Anmeldeversuche gesperrt werden.

Sperrungen

Im Menü → Anwendungen →IDS / IPS werden die Einstellungen konfiguriert.

Im Abschnitt Sperrungen können unter ╭╴Allgemein╶╮ Niemals gesperrte Adressen und Zonen: hinzugefügt werden. Von diesen sind dann unbegrenzt viele Fehl-Versuche für eine Anmeldung möglich. Mit einem Klick in den weißen Auswahlkasten können verschiedene vorhandene Zonen ausgewählt oder neue IP-Adressen und Subnetze angegeben werden.


Unter  Geschützte Dienste  werden Dienste Konfiguriert, deren Authentifizierungsversuche überwacht und damit geschützt werden.
Es finden sich drei bereits vorkonfigurierte Dienste, die entfernt und wieder hinzugefügt werden können.:

  • admin-ui
Authentifizierung über das Admin-Interface.
(Standard-LogIn-Port für Admininstratoren unter 192.168.175.1:11115)
  • sshd
Authentifizierung über ssh-Protokoll (z.B. PuTTY)
  • user-ui
Authentifizierung über das User-Interface.
(Standard-Login-Port für User unter: 192.168.175.1:443)
Da im Auslieferungszustand alle drei Dienste breits konfiguriert sind, lassen sich mit + Hinzufügen erst nach vorherigem entfernen auch Dienste auswählen.

Folgende Werte können konfiguriert werden:

  • Messzeit:
86400 Sekunden: Messzeit innerhalb der Fehlversuche gezählt werden.
  • Max. Versuche:
3 : Anzahl der Fehlversuche einer Authentifizierung
  • Bannzeit:
3600 : Zeitraum, für den der Zugang zu dieser Authentifizierung gesperrt wird.

Zeitlicher Verlauf ohne Sperrung
Zeitlicher Verlauf mit Sperrung


Wichtig: 

Gesperrte Zugänge wieder freigeben

Unter  Aktuelle Sperrungen  können gesperrte IP-Adressen für den Erneuten Zugriff auf einen Dienst vor Ablauf der Bannzeit mit dem Button wieder freigegeben werden.

Über das CLI würde der Befehl folgendermaßen lauten:

spf2bd ip remove service admin-ui ip 192.0.2.192
Hier steht die ip 192.0.2.192 für die IP eines Hosts, für den das admin-Interface gesperrt wurde (per Default unter https://192.168.175.1:11115 erreichbar).



Benachrichtigung über Sperrungen

Im Alerting Center kann unter 'IPS Sperrungen' eingestellt werden, ob und wie man über solche Sperrungen benachrichtigt werden will.

Ungültige TCP-Flags

Alert-red-light.png   Durch eine Änderung / Anpassung der Einstellungen innerhalb dieses Abschnitts, kann es zu Problemen innerhalb des Netzwerks kommen.  

Ungültige TCP-Flags
Die Erkennung der bekannten Flags im TCP-Protokoll kann im Reiter Ungültige TCP-Flags aktiviert oder deaktiviert werden.



Trojaner

Trojaner
Wenn im Netzwerk Aktionen festgestellt werden, die einem Trojaner gleichen, können diese im Reiter Trojaner unterbunden werden.

Wir empfehlen grundsätzlich keinen direkten Verkehr mit anderen Netzwerken, vor allem dem Internet zuzulassen. 

Netzwerkverkehr, der über den HTTP-Proxy der UTM  läuft, kann auf

  • Schadcode ( Einstellungen unter → Anwendungen →HTTP-Proxy Virenscanner ) und
  • unerwünschte Inhalte (Einstellungen unter → Anwendungen →Webfilter ) überprüft werden.

Weitere Hinweise gibt es in unserem Webinar Best Practice - Gute Firewall Konfiguration auf Youtube.